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Bloody Hill und Halloween

Happy Halloween – es gibt einen Wein in meinem Keller, dessen Name perfekt zum Tagesmotto: der Bloody Hill Pinot Noir 2019. (Ich habe bereits vor einigen Monaten über ihn berichtet). Timo Mayer stammt aus dem Remstal wo auch ich wohne, ist aber nach Australien ausgewandert und produziert im kühlen Yarra Valley individuelle Ausnahmeweine. Ich habe Timo 2010 bei einer Reise in die Region kennengelernt und seitdem gehören die Weine fest zu meinem Trink-Repertoire. 

Bloody Hill ist ein rund 2,4 Hektar großer Weinberg, der auf red rocky volcanic soil angelegt ist. Höhe zwischen 300 bis 470 Meter. Timo hat diesen Name ausgesucht, weil der Hang so „bloody steep“ ist. Der gleichnamige Wein ist so etwas wie der Einstieg in Timo Mayers Pinot Welt. Anders als  bei den Topweinen werden die Trauben vollständig entrappt. Die Vergärung erfolgt jedoch auch mit wilden Hefen, die Weine lagern in 300 und 500 Liter  Barriques aus französischer Eiche (30% neues Holz), gefüllt wird ohne Filtration. 

 Das Ergebnis ist ein geschliffener und animierender Pinot Noir. Er spiegelt sowohl das kühle maritime Klima seiner Herkunft als auch die perfektionistische und doch unkonventionelle Herangehensweise seines Machers widerspiegelt: Dunkle Kirschen, etwas Walderdbeere, Erde, und Rauch. Frische Säure, sehr seidige Gerbstoffe und ein mittellanges Finish.