Impressionen von den “Meisterwerken Mosel”

Impressionen von den “Meisterwerken Mosel”

Diese Weine von Egon Müller waren für mich das Tasting-Highlight der Woche. Für einen Artikel über Mosel, Saar und Ruder hat mich der Weg in diesen Tagen nach Trier geführt. Nachdem ich  die Großen Gewächse des VDP bereits vor Wochen bei ihrer Präsentation in Wiesbaden verkostet habe, standen nun die “Meisterwerke“ (Masterpieces) der Vereinigung des „Großen Rings“ auf dem Plan. 

Was mich auch hier am Jahrgang 2019 begeistert hat: Die kristallklare, aber reife  Säure zusammen mit der präzisen Frucht und ansprechenden Mineralität vieler Weine in der Spitze haben mich schlichtweg begeistert. Angesichts der vielen Top-Weine ist es mir leider unmöglich alle Highlights  der 30 ausstellenden Produzenten vorzustellen. Deshalb hier nur eine kleine Auswahl.

Egon Müller hatte für mich bei weitem die beeindruckendsten Weine im Gepäck. Mein persönlicher Favorit war sein Scharzhofberger Kabinett 2019 Alte Reben – knackig, präzise mit einem Laser wie Säure. Grapefruit, Orange, mineralische und salzige Noten im lang anhaltenden Abgang.

Seine Spätlese ist ebenfalls ein “Muss”. Intensiv, lang, mit anhaltend salzigem Abgang. Weißer Pfirsich, mineralisch. Toller Stoff.

Toll unter anderem die gezeigte Kollektionen von Clemens Busch, Ernie Loosen, Heymann-Löwenstein, Oliver Haag und JJ Prüm.

Buschs “Rothenpfad” GG – erstaunlich frisch und intensiv, lang und nachklingend mit einem tollen mineralischen Abgang.

Heymann-Löwenstein’s 2019er Uhlen Blaufüsser Lay – große Länge und Intensität, gelber Apfel, Zitrone und ein Hauch von türkischem Konfekt.

Prüms Graacher Himmelreich Auslese 2019 – ausgewogen, raffiniert, knackig mit schönem Steinobstcharakter, superintensiv aber elegant.

Haag’s Juffer Sonnenuhr “Im Falkenberg”: frisch, würzig mit einem straffen und langen Abgang.

Wert zu probieren waren auch die Weine von Florian Lauer – fokussiert, dicht mit einem attraktiven Griff am Gaumen.